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11.  Schriftrolle der Essener

Inhalt der elften Schriftrolle, die von den Essenern in vorchristlicher Zeit 
aufgezeichnet und in einer Felsspalte am Toten Meer aufgefunden wurde.

Die Sehnsüchte sind erhaben und sie bringen mich zur Kristallisation meiner teuersten Zielbereiche. Die Wünsche sind klein und sie senken die schmerzhaften Dinge, die Verborgenheit, die Dunkelheit, die Trübsinnigkeit und die Verwüstung. Der Wunsch ist die Ursache, die Blockierung. Jeder ernährt sich mit den Früchten aus seinem Garten. Während langer Zeit säte ich in meinem Garten die Saat, die schlechte Pflanzen hervorbrachte, die mein Leben erstickten und im finsteren Abgrund meiner Schuld versenkten.

Aber das war in der Vergangenheit, das ist lange her. Wo mein Gewissen das neue Licht bekommt, beginne ich in meinem Obst- u. Gemüsegarten, welcher mir gute Pflanzen und Früchte schenkt. Ich habe Zeit gewidmet, um das Unkraut zu jäten, welches meinen neuen Ziergarten erstickt. Einige haben mich schon gefragt, ob es das ist, was ich suche, andere  haben an meinem Leben teilgenommen um zu wissen, was es ist, was ich mache, wenn sie gesehen haben, dass der  Wechsel sich in meinem Gesicht, in meinem Leben widerspiegelt. Die Wenigsten haben mich kritisiert und meine Anwesenheit zurückgewiesen. Andere haben sich mir noch mehr genähert und ahmen meine Arbeit nach. Nachher verstand ich, wie sich der Wandel in meinem Leben günstig ausgewirkt hat, für mich und die, die sich um mich bewegen. Auch verstehe ich, dass es meine Aufgabe ist, meine neuen Gewohnheiten zu teilen und diese, welche z. B. sich als guter Dienst erweisen noch zu verbessern.

Wenn ich alleine bin, dann sorge ich für meinen Garten. Ich reiße die schlechten Gräser aus und bewässere und betreue ihn mit Sorgfalt. Es ist meine Verantwortung, ihn zu erhalten. Es sind andere Zeiten der Arbeit. Ich habe eine Werkstatt erschaffen, die andere teilnehmen lässt, sie sind gleich wie ich. Wir wollen unsere Wünsche zerstören. Unsere Ideen sind ähnlich. Wir kämpfen für die Eroberung unserer Freiheit. Wir wollen keine Sklaven unserer Wünsche sein. Wenn wir versammelt sind, beichten wir unsere Siege und unsere Gefühle, den Hochmut zu dominieren und die Bestie zu zerstören, Stück für Stück. Und unsere Stimmen rufen aus: Heute war nicht eine Geizhandlung. Heute kam kein Häftling der Unzucht.

Ich behalte den Frieden mit dem Gedanken, Beleidigungen bekommen zu haben. Ich gebe den anderen mit Demut. Die  Faulheit gewinnt nicht den Sieg über mich. Ich habe gefühlt, dass die Gefräßigkeit drinnen in mir brüllt, aber sie verführt mich nicht. Ich schaffe es mein Wohl einzuteilen! Ich darf mich nicht erwischen, den Neid in Betracht zu ziehen, ein besseres Wohlbefinden in anderen zu sehen! Ich teile das Boot mit dem, der meinen Weg kreuzt. Unsere mutigen Beichten geben Triebkraft für jene, die sich von der Bestie ernähren und sich entkräften, weil sie am Ideal festhalten wollen.

Stück für Stück finden wir die Freiheit und zerstören die Ketten der Sklaverei. Wir wollen frei sein und alle Freiheit der Welt haben. Das ist, weil unsere Gebete zum Allerhöchsten heranwachsen, im Mittagsgebet, wo unsere Herzen knospen, wie ein Säuseln und nachher behaupten wir: Meine Wünsche sind nicht meine Wirtsleute. ICH BIN frei zu unterhalten mit den Fähigkeiten, die mir das Leben bereitet. Ich genieße die Freiheit. ICH BIN frei, um mir die Freiheit auszusuchen. ICH BIN frei, ich bin in Frieden mit der Welt. Die Wünsche erreichen nicht, mich an leere Versprechen zu fesseln, die den Bedarf decken.

 

Copyright 1984, The Paul Solomon Foundation

                                  

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